Klaus von Niswandt, was hat Sie dazu bewogen, Musiker zu werden?
Bei uns war immer Musik im Haus. Meine Eltern waren Musikschullehrer und auch meine Geschwister spielten Instrumente. Mit dem Klang der Streichinstrumente war ich von klein auf verbunden. Das Singen im Chor und die Kammermusik bedeuteten mir als Jugendlichem viel. Da gab es für mich keine Frage, dass ich das beruflich weiterführen wollte.

Welches sind die wichtigsten Stationen und Errungenschaften in Ihrer bisherigen Musikerlaufbahn?
Zu allererst meine Lehrer – meine langjährige Lehrerin in Stuttgart, Hedwig Pahl, meine Professoren Walter Forchert (Frankfurt/M.) und Sebastian Hamann (Lübeck) sowie – für Barockvioline – Petra Müllejans (Frankfurt). Diesen Lehrern habe ich viel zu verdanken. Die intensive Arbeit mit unserem Streichquartett, dem Janos-Quartett (und unserem Mentor Hubert Buchberger), bildete einen roten Faden, der sich quer durch mein Violinstudium zog. Mit dem Ensemble konzertierte ich in verschiedenen Kammermusikreihen. Sehr wichtig waren für mich auch die Beschäftigung mit der Alten Musik und die Impulse, die ich durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Barockensembles erhielt, besonders dem Freiburger Barockorchester. Und dann waren die drei Jahre als Stimmführer der Zweiten Violinen an der Staatsoper Hannover eine grundlegende Etappe.

Was bedeutet das SKO für Sie?
Neben dem Quartett blieb das Spielen in einem Kammerorchester immer ein Fernziel. Seit 2008 bin ich beim SKO. Die stilistische Bandbreite und die Klangkultur sind etwas Besonderes. Jeder beeinflusst unmittelbar den Klang und die Gestaltung und ist ein unverzichtbarer Teil vom Ganzen. Die gemeinsame Arbeit als Ensemble im „Teamwork“ ist genauso ein Teil unseres Tuns wie auch das Musizieren mit herausragenden Gästen und musikalischen Leitern – so bleibt unsere Arbeit stets inspirierend und abwechslungsreich.

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