Małgorzata Keitel, was hat Sie dazu bewogen, Musikerin zu werden?
Meine Eltern sind beide hauptberuflich Cellisten. Ich wollte mit sieben Jahren aber lieber Geige spielen, das gefiel mir auch sehr. Und weil es mir relativ leichtfiel, habe ich in Warschau die Aufnahmeprüfung an der staatlichen Oberschule für hochbegabte Musiker gemacht.

Welches sind die wichtigsten Stationen und Errungenschaften in Ihrer bisherigen Musikerlaufbahn?
Während meines Studiums an der Fryderyk Chopin-Musikakademie gewann ich mit meinem Quintett den Ersten Preis beim Internationalen Kammermusik-Wettbewerb in Lodz. Der Preis war schon eine tolle Auszeichnung. Aber das Wichtigste für mich war die eigenständige Arbeit im Kammermusik-Ensemble. Meine Freunde ermutigten mich dann, in Stuttgart zu studieren. Aus Neugier nahm ich an der Aufnahmeprüfung teil – und bestand. Mein Leben war dadurch erstmal auf den Kopf gestellt. Ich zog aber das Doppelstudium in Warschau und in Stuttgart tatsächlich durch. Nach einem Erasmus-Semester am Salzburger Mozarteum schloss ich noch ein Konzert-Aufbaustudium in Stuttgart an.

Was bedeutet das SKO für Sie?
Als ich 2004, noch im Studium, als Aushilfe hier anfing, traf ich auf die „alten Hasen“, die sich noch an die Münchinger-Zeit erinnerten und von deren Erfahrung ich einiges lernen konnte. Jetzt haben wir im SKO viele junge Gesichter und eine gemeinsame Sprache. Alles, was sich ein Musiker im Alltag wünschen könnte, gibt es hier: diese Vielfalt – im Stil, in der Besetzung, in den Nationalitäten. Dass wir an einem Tag Oper spielen und drei Tage später Jazz Open, von der Barockmusik bis zur Moderne, entspricht ganz meinem musikalischen Empfinden!

Wenn Sie nicht gerade proben oder konzertieren, was machen Sie am liebsten?
Meine freie Zeit verbringe ich gerne auf kreative Art, z. B. mit Fotografie oder Malerei. Meine Bilder habe ich in mehreren Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt

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