Renger Woelderink, was hat Sie dazu bewogen, Musiker zu werden?
Die klassische Musik war von Anfang an da. Mit acht Jahren begann ich mit dem Cello, mit 17 Jahren mit dem Kontrabass. Nach dem Gymnasium habe ich einige Jahre lang das Musik-Studium mit Jura kombiniert, mich dann aber für den Reiz einer Musiker-Laufbahn entschieden.

Welches sind die wichtigsten Stationen und Errungenschaften in Ihrer bisherigen Musikerlaufbahn?
Ich habe Kontrabass studiert bei Peter Leerdam und Niek de Groot in Utrecht und Amsterdam und Barockkontrabass /Violone bei Maggie Urquhart in Amsterdam. Sehr geprägt hat mich das Baroque Orchestra of the European Union während meines Studiums und, um von meinen diversen Aushilfstätigkeiten zwei zu nennen, die Arbeit im Mahler Chamber Orchestra und im Concertgebouw Orchestra. Ein weiterer Höhepunkt war die Erfahrung beim Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado. Mit dem SKO habe ich als Solist die Kontrabass-Variationen von J. J. Abert bei Hänssler Classic aufgenommen. An der Musikhochschule in Stuttgart hatte ich einen Lehrauftrag für Kontrabass.

Was bedeutet das SKO für Sie?
2003, nach einer kurzen Zeit als Solo-Kontrabassist im Orquestra do Algarve/Portugal, kam ich nach Stuttgart mit dem Ziel, in einem kleinen Ensemble zu spielen. Als einziger Kontrabassist im Ensemble hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Das ist eine schöne Aufgabe. Ich interessiere mich auch sehr für den frühen Jazz und das spannende, riesige Repertoire der Salonmusik. Ich spiele nebenbei in einem Salonorchester. Einige Werke aus dem Repertoire habe ich arrangiert, sie wurden u. a. vom SKO und vom Folkwang Kammerorchester gespielt.

Wenn Sie nicht gerade proben oder konzertieren, was machen Sie am liebsten?
Ich bin ausgebildeter Yoga-Lehrer und spiele leidenschaftlich gerne Fußball. In Stuttgart sind die Musiker auch im Fußball vernetzt. Wir treffen uns regelmäßig, und es gab bereits Turniere gegen Mannschaften aus anderen Orchestern.

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