© Jürgen Bubeck

Aktuelle Projekte

In Zusammenarbeit mit dem ad libitum Kompositionswettbewerb des Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e. V. und der Winfried Böhler Kultur Stiftung. Die Preisträger der ersten ad libitum Tandem-Ausschreibung eröffnen das diesjährige ECLAT-Festival. Ein Statement für Öffnung und Grenzüberschreitung! Wie nähern sich (jugendliche) Laienmusiker einem neuen Werk? Der unverstellte Blick, das unvoreingenommene Ohr verbunden mit Neugier und der Herausforderung, mit den „Profis“ zusammenzuspielen, ist für alle Beteiligten erfrischend. Da alle Beteiligten eine neue Partitur vor sich haben, bietet dieses Format die Möglichkeit, gemeinsam künstlerisch zu arbeiten, verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren, im gegenseitigen Vertrauen Entscheidungen zu treffen und Freiräume zu eröffnen, wo dies möglich oder vom Komponisten gefordert ist.

Zu Bhagwatis Werk „Vistar“:

Das Stück „Vistar“ (= Ausarbeitung) von Sandeep Bhagwati besteht aus zwei Partituren, die dem SKO zusammen mit dem Patenorchester neben auskomponierten Passagen auch frei zu gestaltende Spielräume eröffnet. Diese  „Komprovisation“, wie Bhagwati sie nennt, entstand aus indischen Melodien und Ragas, die er anlässlich des Todes eines befreundeten indischen Musikers und Mentors spielend sammelte und formte. Sie liegt langen, aus unterschiedlichen Farben gestalteten Klängen zugrunde, die von dem indischen Bordun-Instrument Tanpura inspiriert sind.

Zum Ende der vergangenen Spielzeit 2018/2019 haben beide Orchester zusammen das eigens für sie komponierte Werk „Vistar“ des deutsch-indischen Komponisten zur europäischen Erstaufführung gebracht. Bhagwati – der im Schönbuch aufwuchs – hat dieses Werk so variabel gestaltet, dass das SKO es auch auf seiner Indien-Tour im März 2019 gespielt hat. Dort wurde die Fassung für zwei Orchester in Mumbai mit dem dortigen Jugendorchester uraufgeführt.

Weitere Infos zum Musikfestival gibt es hier.

Die „TONALI Tour“ bringt als innovatives Projekt kultureller Bildung talentierte Musiker in Schulen und Schüler ins Konzert … Wie das geht? Gewinner des renommierten und höchstdotierten Hamburger Instrumentalwettbewerbs TONALI arbeiten eng mit jeweils einer Patenschule zusammen. In diesen Patenschulen gründen sich Schülermanagerteams, die in einem ersten Workshop zusammenkommen. Hier werden Grundkenntnisse des Kulturmanagements vermittelt,Verantwortung wird übertragen. Es gilt, die Schulkonzerte sowie das abschließende Festival-Konzert vorzubereiten. Es folgen inspirierte, von Schülern verantwortete Schulkonzerte mit den jeweiligen Patenmusikern.

Ein weiterer Workshop dient der Organisation des TONALI-Konzertes mit dem Stuttgarter Kammerorchester und den jungen TONALI-Solisten, das am 10. Mai 2020 in der Schwabenlandhalle Fellbach stattfindet. Dieses Konzert wird wiederum von Jugendlichen organisiert, bespielt und besucht. Der Schlüssel: Musiker suchen ihr Publikum, damit ihr Publikum sie im Konzertsaal findet.

Patenmusiker:Elene Meipariani (Violine), Sebastian Fritsch (Violoncello), Josefa Schmidt (Klavier)
Patenschulen in Fellbach: Auberlen Realschule, Friedrich-Schiller-Gymnasium, Gustav-Stresemann-Gymnasium

In Kooperation mit TONALI und dem Kulturamt der Stadt Fellbach

Wir danken der Karl Schlecht Stiftung für die freundliche Unterstützung.

Ein Tanz-Projekt mit dem Stuttgarter Kammerorchester und Adrian Turner

Das SKOhr-Labor erkundet den Jubilar des Jahres 2020 mit einem Tanzprojekt. Im Zentrum der interdisziplinären Arbeit mit Musik und Tanz steht Ludwig van Beethovens F-Dur Romanze für Solo-Violine und Orchester. Nach dem Auswahlverfahren im Herbst 2019 stehen nun die teilnehmenden Schulen (Grundschule, VKL-Klasse und Gymnasium) fest. Diese nähern sich der Musik (und der Stille!) improvisatorisch mit Bewegung und reagieren in ihrer eigenen Ausdruckswelt darauf. Zusammen mit dem erfahrenen Choreografen Adrian Turner, Musikern des SKO und dem Education-Team des SKOhr-Labors entwickeln junge Menschen mit unterschiedlichster kultureller Prägung eigene Stücke, die in einer gemeinsamen Aufführung im Wizemann auf die Bühne gebracht werden.

Termine

  • 24. Juli 2020, 11 Uhr: öffentliche Generalprobe für Schulklassen
  • 24. Juli 2020, 18 Uhr: Konzert (Premiere)
  • 25. Juli 2020, 18 Uhr: Konzert

Das SKO ist mehrmals im Jahr in anderen Ländern unterwegs. Die Begegnung mit den Menschen verschiedenster Kulturen ist unsere Herzenssache. Statt in freien Stunden Sightseeing zu betreiben, suchen wir ständig nach Gelegenheiten, musikalisch in Kontakt zu treten, und organisieren Workshops mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden vor Ort. Ein bewegendes Erlebnis für alle war ein Konzert in Kathmandu Ende 2018 im Rahmen der Feierlichkeiten der 60-jährigen Staatenbeziehung zwischen Deutschland und Nepal. Dort haben wir mit den ärmsten Kindern der Stadt gemeinsam eine Nepali-Melodie und einen Bach-Choral gespielt. Ein Highlight in 2019 war die Uraufführung eines Auftragswerks mit einem Jugendorchester in Mumbai auf unserer Indien-Tournee.

Begleitend zu unseren Konzerten im ländlichen Raum besuchen wir vom SKO im Vorfeld Schulen, Orchester, Mehrgenerationenhäuser u. a. und bereiten die Teilnehmer aktiv auf das Konzert vor. Je nach Engagement können diese dabei selbst die Einführung am Abend übernehmen oder gar einen Teil des Abends künstlerisch mitgestalten.

Fotos: © David Finn

Begleitend zu unseren Konzerten in Baden-Württemberg besuchen wir vom SKO-Labor im Vorfeld Schulen, Orchester, Mehrgenerationenhäuser u. a. und bereiten die Teilnehmer aktiv auf das Konzert vor. Je nach Engagement können diese dabei selbst die Einführung am Abend übernehmen oder gar einen Teil des Abends künstlerisch mitgestalten.