© Reiner Pfisterer

Impressionen

Musik und Figurentheater

Das neu konzipierte Projekt hat Kindergartenkindern im Alter von 4-6 Jahren, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, frühe Kontakte mit Musik ermöglicht. Mit künstlerischer Sensibilität und pädagogischer Erfahrung wurden spielerisch Verbindungen zwischen Musik, Figurentheater und der Erfahrungswelt der Kinder hergestellt. Sie haben regelmäßig Besuch von Studierenden der Elementaren Musikpädagogik, Figurenspielern und Musikern des Stuttgarter Kammerorchesters bekommen, durften dem Orchester aus nächster Nähe bei einer Probe zuhören und -sehen und wurden in kleinen Schritten auf eine eigens für sie zugeschnittene Veranstaltung mit dem Stuttgarter Kammerorchester und Figurenspiel vorbereitet.

Teilgenommene Kindergärten/ Kindertagesstätten

  • Ev. Buchwaldkindergarten
  • Kath. Kinderhaus Wirbelwind
  • Kath. Kindertagesstätte St. Josef
  • Tageseinrichtung beim Fasanengarten 43
  • Tageseinrichtung für Kinder Ludwigstraße
  • Tageseinrichtung für Kinder Nobileweg

Werkschau

Mi 29. Mai, 10 Uhr & 11.30 Uhr im JES

Stuttgarter Kammerorchester
Coline Petit und Emilien Truche ∙ Figurenspiel
Imogen Gutekunst und Melanie Mayer ∙ Elementare Musikpädagogik
Nina Kurzeja ∙ Dramaturgie


In Kooperation mit dem FITZ! Zentrum für Figurentheater Stuttgart und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (Elementare Musikpädagogik)

Fotos: © Jürgen Bubeck

Poetry-Konzert Dulcinea“

Musizieren heißt, in die Luft hinein zaubern, Dinge zum Leben erwecken. Was aber geschieht, wenn eine erfundene Figur in einer erfundenen Geschichte der Phantasie freien Lauf lässt? Dann wird Dulcinea geboren – die große und frei erfundene Liebe des Don Quijote, des berühmtesten Ritters aller Zeiten. Als reine Phantasiegeburt wächst Dulcinea 730 Mal so schnell wie ein echter Mensch. Und als das Kammerorchester nach nur wenigen Probentagen ein Konzert mit Don Quijote-Musik gibt, ist Dulcinea bereits 14 Jahre alt – und sehr, sehr einsam.

Wird sie Freunde finden?
Wo wird ihr Platz sein in der sogenannten Wirklichkeit?
Wird sie sich behaupten können in einer Welt voller Kunst, Kultur und Klassiker?

Um dies zu beantworten, sind über 100 Schülerinnen und Schüler aus fünf verschiedenen Schulen im Alter zwischen 8 und 17 Jahren auf der Bühne gestanden. Sie haben die klassischen Musikstücke zersägt, untergraben, weichgekocht und gesämpelt. Und das ohne Tonstudio – nur mit Hilfe von Sprache und Phantasie.

Ins Schreiben hinein und auf die Bühne hinauf geführt wurden sie vom Stuttgarter Konzert- und Performancepoeten Timo Brunke. Er ermunterte die Akteure, im Umgang mit klassischer Kunst und Kultur, das Blatt vorm Mund wegzunehmen und einen Papierflieger draus zu basteln. Für ein Spiel mit der Tradition, mit vielen, verschiedenen Blickwinkeln auf die sogenannte Gegenwart.


Aufführung

17. Mai | Im Wizemann
11 Uhr Dulcinea  – öffentliche GP für Schulklassen
18.30 Uhr Dulcinea – Premiere

Georg Philipp Telemann: „Burlesque de Quixotte“
Luigi Boccherini: aus „Die Nachtwache zu Madrid“
Aulis Sallinen: „The nocturnal Dances of Donjuanquixotte”
Wolfgang Amadeus Mozart: aus „Don Giovanni”


Autorinnen und Sprecher

Klasse 3c, Rosenschule Zuffenhausen / Martina Casel
Klasse 4x, Wilhelmschule Wangen / Petra Dieterle
Klasse 6y, Realschule Stammheim / Katrin Schubert
Lerngruppe 7, Gemeinschaftsschule Ostfildern / Carola Schmillen-Becker
Klasse 11 u. Theater-AG Wilhelmsgymnasium Degerloch / Tobias Mundel

Nikolaus von Bülow ∙ Solocello 
Susanne von Gutzeit ∙ Leitung
Stuttgarter Kammerorchester

Timo Brunke ∙ Entwicklung, Einstudierung und Regie
Luis Hergon ∙  Regieassistenz
Carolin Bock ∙ Inspizienz
SKOhr-Labor, Ulrike Stortz, Katharina Gerhard ∙ Produktion

Fotos: © Christiane Günther

„Hombre!“ – Ein Poetry-Konzert für alle ab 10 Jahren

„Die Nerven liegen blank: wer ist dieser Mann, der sich Hombre nennt und die Kinder treu sorgender Eltern auf sein geheimes Grundstück lockt? Ein Guerilla-Pädagoge? Ein Sozialforscher auf Abwegen? Die Kinder aus der Siedlung tauchen jedenfalls dutzendweise unter, kündigen ihren Schulalltag auf. Eine Italo-Westernkomödie der Gefühle nimmt ihren Lauf. Zum Glück macht Evi, die ältere Schwester von Josh und Josie, die rettende Entdeckung. Aber dadurch kommt es erst zum Showdown, zum Duell zwischen Liebeskrampf und Loslassen, zwischen Leistungsdampf und Lebenslust. Die Zerreißprobe kann schließlich nur noch musikalisch gelöst werden.

Die Aufführung wurde von einem sprachmusikalischen Apéritif von und mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Korntal eingeleitet.

mehrdimensional

Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Schulen haben gemeinsam mit dem bildenden Künstler Tobias Ruppert regelmäßig und intensiv zusammengearbeitet und zu zwei Konzertprogrammen der Reihe Neue S@ITEN live aufgetreten.

In den Workshops dienten mitgebrachte und dadurch alterstypische Musikstücke als musikalische Folie ebenso wie angebotene Musikstücke unterschiedlichster Stilrichtungen. Zu den teils ungewohnten Höreindrücken wurde mit verschiedenen bildnerischen Techniken (Acrylmalerei, Materialdruck, Collage, Kreide-Zeichnung, Schabloniertechnik etc.) frei assoziiert. So entsatnden  pro Workshop etwa drei bis vier farbintensive, expressive, teils figürliche, gestische und dynamische Kompositionen.

Musiker des Stuttgarter Kammerorchesters und der Ensemble Ascolta und Aleph haben mit dieser Gruppe Workshops zum Neue-S@ITEN-Programm gegeben und zusammen mit Tobias Ruppert u.a. an formalen Entsprechungen und assoziativen Verbindungen zwischen den künstlerischen Ausdrucksformen gearbeitet.

Parallel wurden vom Team des SKOhr-Labor zwei Schulklassen auf die Konzerte vorbereitet. Neben Unterrichtsbesuchen hatten sie unter anderem vor dem Konzert die Möglichkeit, sich mit den Komponisten in einer Gesprächsrunde persönlich auszutauschen.

„Stimmen“

Musik trifft auf Tanz. Eine Gruppe geflüchteter Jugendlicher und Schüler aus Ludwigsburg sind im Rahmen von zwei Schulkonzerten zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester aufgetreten und haben intensiv mit dem Choreographen Adrian Turner zusammengearbeitet. Im Zentrum stand die 2. Sinfonie von Arthur Honegger.