Metamorphosen (Sternstunden)

© David Beecroft

Kathrin Pechlof Trio:

Kathrin Pechlof  ∙ Harfe
Christian Weidner  ∙ Saxofon
Robert Landfermann  ∙ Kontrabass


Ludwig van Beethoven
Streichquartett „Serioso“ in f-Moll op. 95

Kathrin Pechlof Trio
Jazz-Improvisationen

Richard Strauss
„Metamorphosen“, Studie für 23 Solostreicher

 


Einführung um 19.30 Uhr 

„Wie’s aber in der Welt zugeht / Eigentlich niemand recht versteht …“ Goethe war Richard Strauss’ Lieblingsdichter, und diese Verse aus dessen späten „Spruchdichtungen“ notierte sich der Komponist einmal in seine Skizzenbücher. Nicht Ovid, sondern Goethe, auch Wagner und besonders Beethoven huldigt Strauss 1945 in seinem letzten großen Orchesterwerk, einem Klagegesang für 23 Solostreicher. Der Untertitel „Trauer um München“ fasst die Resignation des 80-Jährigen angesichts der Zerstörung des Nationaltheaters und allgemein im ganzen Land zusammen. Zwischen den Linien schwingt allerdings, wie in Beethovens hoch expressivem „Serioso“-Quartett, wenn schon kein Trost, aber doch eine Art Urvertrauen mit, dass allen äußeren Veränderungen zum Trotz die Musik das letzte Wort behält. Unter der Leitung von Thomas Zehetmair setzt das SKO, kongenial ergänzt um die Improvisations-Metamorphosen des Kathrin Pechlof Trios, mit seiner ersten Sternstunde der Spielzeit ein zukunftsweisendes Zeichen.