Thomas Zehetmair

Thomas Zehetmair, seit der Saison 2019/2020 Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters und seit 2016 Chefdirigent des Musikkollegiums Winterthur, beschäftigte sich schon am Anfang seiner Solistenkarriere mit Orchesterleitung. Als seine Lehrer nennt er Michael Gielen, David Zinman, Sir Neville Marriner und Michael Schønwandt, als weitere unschätzbare Einflüsse Nikolaus Harnoncourt und Frans Brüggen.

Als Chefdirigent des Orchestre de chambre de Paris und langjähriger Artistic Partner des Saint Paul Chamber Orchestra (USA) war Thomas Zehetmair weltweit als Dirigent tätig. Von 2002 bis 2014 wirkte er als Music Director – und bis heute als Conductor Laureate – der Royal Northern Sinfonia und prägte sie zu einem der führenden Orchester Englands, dokumentiert durch Einspielungen von Sinfonien von Schubert, Schumann, Sibelius, Hans Gál und neu entdeckten Orchesterwerken von Britten. Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt und viele andere prägten seine solistische Laufbahn, die mit drei „Gramophone Awards” und zahlreichen anderen CD-Preisen gekrönt wurde.
In der laufenden Spielzeit finden Gastdirigate mit dem Scottish Chamber Orchestra, Irish Chamber Orchestra und Orchestre National d’Auvergne statt, außerdem sind Aufnahmen und Konzerte mit dem seit 1994 bestehenden Zehetmair Quartett geplant, u. a. in München, Innsbruck, Bad Homburg und Amsterdam.

Mit Thomas Zehetmairs Neueinspielung der „Sei soli“ von Bach auf Barockgeige starteten die New York Times ihre Bestenliste 2019, weiters war die CD eine der sechs Empfehlungen des Jahres der „Zeit“. Außerdem gewann sie den Opus Klassik 2020 für die beste solistische Einspielung.

Ehrendoktorwürden empfing Zehetmair von den Universitäten Weimar und Newcastle upon Tyne.