Luca Bognár, was hat Sie dazu bewogen, Musikerin zu werden?
Musik war in meiner Familie etwas Selbstverständliches, ein Teil des täglichen Lebens. Für mich war die Musik essenziell, ich habe früher gesungen als gesprochen. Begonnen habe ich mit Klavierunterricht, stieg aber im Alter von neun Jahren auf die Geige um. Als ich mit 16 Jahren mit einem Streichsextett den ersten Bundespreis bei „Jugend musiziert“ gewann, stand meine Entscheidung fest, Musik zu studieren.

Welches sind die wichtigsten Stationen und Errungenschaften in Ihrer bisherigen Musikerlaufbahn?
Nach meinem Studium an der Musikhochschule in Stuttgart, mit einem Erasmus-Semester am Mozarteum in Salzburg, und einer Akademie beim RSO Stuttgart ging ich für ein Master-Studium nach Amsterdam. Ich blieb dann noch weitere zwei Jahre in Holland. Als Aushilfe beim Rotterdam Philharmonic Orchestra und beim Royal Concertgebouw Orchestra zu spielen und den Proben- und Konzertalltag von diesen großen Orchestern mitzuerleben, war von unschätzbarem Wert. In der vielgestaltigen Freelancer-Szene in Holland konnte ich viel Neues lernen und habe viele erinnerungswürdige Kammermusikprojekte mitgestaltet. Im SKO spielte ich zum ersten Mal im Jahr 2011, erst als Aushilfe, dann mit Zeitvertrag und schließlich festangestellt.

Was bedeutet das SKO für Sie?
Das SKO begleitet mich schon mein ganzes Leben. Man hat beim SKO die Möglichkeit, überaus detailliert und genau an einer interessanten Interpretation zu feilen und dabei den großzügigen Klang eines Orchesters zu erleben. Ich glaube, dass sich unser Elan, die Liebe zu dem, was wir gemeinsam erschaffen, auf das Publikum überträgt. Unser persönlicher Zusammenhalt ist für mich dabei ein entscheidendes Merkmal.

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